Fachkrankenhaus für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit integrativem Konzept

Psychotherapeutische Behandlung

Die psychotherapeutische Behandlung ist patienten- und störungsorientiert und integriert verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologisch fundierte und systemische Ansätze mit gut erprobten Weiterentwicklungen der sog. "Dritten Welle" der KVT wie Metakognitive Therapie.

Kunst-, Gestaltungs- und Bewegungstherapie, verschiedene Formen von Sozio- und Milieu­therapie, Ent­spann­ungs- und imaginative Metho­den sind in unserem thera­peut­ischen Pro­gramm integriert.

Die intensive psycho­therapeutische Arbeit findet in einem geschützten Raum statt, der als ein Feld von Be­zieh­ung­en vom Team zur Verfügung gestellt und aufrechterhalten wird. Die üb­er­schau­bare Größe des Hauses erleichtert es, auch in der Ge­mein­schaft, sich gehalten zu fühlen.

Jeder The­ra­pie­plan wird individuell zu­sammengestellt und be­in­hal­tet Einzel- und Gruppen­the­ra­pien. Er ist auf das je­wei­lige Stö­rungs­bild, die eigenen Möglichkeiten und die Erfordernisse der aktuellen Lebenssituation in ent­sprechenden Therapiezielen ausgerichtet.

Der Be­handlung liegen Leitlinien zugrunde, gleichzeitig ist sie an den Einzelnen orientiert.

Die somatische Behandlung und Diagnostik

Die so­ma­tische Be­han­dlung und Diagnostik werden eng verzahnt und in Abstimmung mit der Psy­cho­therapie durch­geführt, ebenso wie eine not­wendige me­di­ka­men­töse und phy­si­ka­lische Be­han­dlung, die unter Berück­sichtigung ho­mö­opa­thischer und na­tur­heil­kundlicher Elemente erfolgt.

RESSOURCENORIENTIERUNG

ist neben dem Blick auf die Not und das Leiden ein Schwerpunkt unseres Behandlungskonzeptes. Sie stützt sich auf das jeweilige Potential zu gegenwärtigen Entwicklungsschritten und im Sinne der Resilienz und der Salutogenese auf Faktoren wie Handlungsfähigkeit, Belastbarkeit, Problem­bewusstsein und Sinn­gebung, welche die Ge­sund­heit eines Men­schen fördern und erhalten.

ENTLASSMANAGEMENT

Beim Entlassmanagement handelt es sich um ein individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmtes Versorgungsmanagement. Die gesetzlichen Regelungen zum Entlassmanagement im Rahmen der Krankenhausbehandlung sind im § 39 Abs. 1a SGB V verankert. Ziel ist es, eine lückenlose und bedarfsgerechte Anschlussversorgung des jeweiligen Patienten zu organisieren und sicherzustellen.
Wir verstehen das Entlassmanagement in unserer Klinik als eine multiprofessionale Aufgabe, welche den Einbezug des interdisziplinären Teams aus Medizin, Pflege, Sozialdienst und Verwaltung voraussetzt, um dem Patienten die bestmögliche Anschlussversorgung zu sichern.
Die Entlassplanung beginnt gewissermaßen bereits mit der Aufnahme des Patienten. Bereits zum Beginn und im weiteren Verlauf des Klinikaufenthaltes wird geprüft, ob und welche weitere Versorgung der jeweilige Patient nach Entlassung benötigt.
Die Gesetzgebung gibt vor, dass alle Patienten, die das Entlassmanagement in Anspruch nehmen wollen, in dieses schriftlich einwilligen müssen.
Ebenso sieht die Gesetzgebung eine Einwilligung bezüglich des Datenaustausches zwischen dem Krankenhaus und der Krankenkasse vor.
Beide Einwilligungen können die Patienten direkt bei der Aufnahme sowie auch während des Klinikaufenthaltes geben bzw. ablehnen oder auch wiederrufen.
Der Fall einer Ablehnung kann jedoch dazu führen, dass Anschlussmaßnahmen nicht rechtzeitig eingeleitet werden oder beginnen können.
Der jeweilige Patient wird stets über alle Maßnahmen im Entlassmanagement informiert und beraten.

Nachsorge

In der Ambulanz und in psychotherapeutischen Praxen werden Vor­ge­sprä­che, Be­ra­tung­en, Nachsorgemaßnahmen und im begrenzten Umfang am­bu­lante Psy­cho­ther­apien als Einzel- und Gruppentherapien durchgeführt.